Glauben Sie, Sie leben in der Welt der Glücksbärchis?

Dez. 6, 2023 | Nathalies Chroniken

Nathalies Chroniken • Episode 8

Ach, wenn die Welt doch so funktionieren könnte wie ich, dann wäre alles so viel besser…

Die Menschen wären immer wohlwollend, ehrlich und hilfsbereit.

Man könnte einander vertrauen und würde nie enttäuscht werden.

Der Nachbar würde seine Bäume regelmäßig schneiden und zu angemessenen Zeiten den Rasen mähen, der Handwerker wäre pünktlich und würde die angekündigten Fristen einhalten, mein Bruder wäre zuverlässig, Ihre Tochter würde Sie jede Woche anrufen, ihr Arbeitskollege würde sie fragen, ob er ihr helfen kann, jeder würde dem Bettler eine Münze geben (es gäbe keine Bettler mehr!), wir wären nett zueinander.

Das schöne Leben…

Die Realität?

Die Definition von Le Robert für Bisounours (Glücksbärchis): Eine sehr nette und äußerst naive Person, die eine idealisierte Sicht der Welt hat.

Das Problem ist, dass diese Glücksbärchis nicht auf ihren Wolken leben, umgeben von ihren Lieben, sondern auf dem Planeten Erde. Und hier unten ist die Konsequenz, dass alles auf Kosten dieser entzückenden kleinen Plüschtiere geht. Das Ergebnis: Vertrauensmissbrauch, Enttäuschungen, Missverständnisse, Frustrationen und anderes.

Menschen sind unterschiedlich, und die meisten denken zuerst an sich selbst. Dann hat diese Mehrheit einen gesunden Reflex: kein Vertrauen zu schenken, ohne vorher geprüft zu haben, ob die Person gegenüber dessen würdig ist.

Das hat mehrere Vorteile!

  • Nicht getäuscht zu werden, denn das ist oft teuer bezahlt (emotional und finanziell)
  • Sein Vertrauen nicht zurückziehen zu müssen, denn das ist schmerzhaft (manchmal für beide Seiten)
  • An sich selbst zu denken, vermeidet, vom anderen zu erwarten, dass er es für uns tut (das ist verantwortungsbewusst und macht nicht abhängig)

Indem wir uns Schritt für Schritt engagieren, haben wir Zeit, den anderen kennenzulernen, und das ist für alle wohlwollend!

Erinnern wir uns daran, dass jeder Mensch nach seinem eigenen Glaubens- und Wertesystem lebt. Er ist in einem anderen Umfeld als wir aufgewachsen, wo er vielleicht gelernt hat, sich zu verteidigen, auf sein Wohlergehen zu achten und nicht jedem zu vertrauen.

Es geht um zwei Dinge

  1. Verstehen, warum ich als Glücksbärchi leide.
  2. Akzeptieren, dass die Welt nicht so funktioniert wie ich.

Das Ziel ist sehr klar: zu wissen, wie man leicht und bewusst in der Gesellschaft lebt, um sich besser zu fühlen.

Sie haben die Codes nicht?

Leseempfehlung: J’ai pas les codes, Christel Petitcollin

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