Die Chroniken von Nathalie • Episode 4
Die Schattenseiten der Selbsthinterfragung
Hochsensible Menschen sind dafür bekannt, „hyper-alles“, „hyper-zu viel“ zu sein, und die Selbsthinterfragung bildet keine Ausnahme von der Regel, stets im Übermaß zu sein.
Das geringste Vorkommnis öffnet die Türen zu ständigem Hinterfragen.
Habe ich es richtig gemacht? Hätte ich es anders machen sollen? Hat die Person meine Bemerkung richtig verstanden? Bin ich genug dies oder das? Wie kann ich es in Zukunft besser machen? Bin ich das Problem? Ich bin nicht genug oder zu viel von diesem oder jenem … es nimmt kein Ende!
Das Hinterfragen ist eine positive Eigenschaft. Es erlaubt uns, die Legitimität einer Person, einer Idee oder einer Situation zu überprüfen und gegebenenfalls anzuzweifeln. Unabhängig davon, ob sie uns betrifft oder nicht.
Diese Eigenschaft wird schädlich, wenn wir stets nur uns selbst hinterfragen.
Dann befinden wir uns nicht mehr in der Selbstbestätigung, sondern im totalen Zweifel.
Menschen, die stets an sich selbst zweifeln, suchen den Fehler automatisch bei sich selbst.
Diese Personen haben keinerlei Anhaltspunkte und wissen nicht, was korrekt ist oder nicht. Diese Haltung ist gefährlich, denn sie öffnet eine Bresche, und diese Bresche lässt jeden nach Belieben eintreten.
Die Person, die immer an sich selbst zweifelt, hat keinen oder kaum Filter. Alles, was von außen kommt, wird als Wahrheit akzeptiert, eine Wahrheit, die zwangsläufig richtiger ist als die eigene.
Wie lässt sich der Unterschied zwischen Selbsthinterfragung und Zweifel erkennen?
Erstere betrifft jeden, Letzterer ist einseitig.
Sich selbst in Frage zu stellen, sollte regelmäßig dazu führen, sich bei einer Meinung selbst Recht zu geben, ein Verhalten zu bestätigen und mit den eigenen Entscheidungen im Einklang zu stehen.
Überprüfen Sie in Ihrem Alltag, ob es Ihnen manchmal gelingt, sich nicht selbst zu hinterfragen, einfach weil Sie keinen Sinn darin sehen oder keine Lust dazu haben.
Prüfen Sie, ob Sie sich als Person validieren können und die Legitimität einer anderen Person, einer Idee oder einer Situation, die Sie direkt betrifft, anzufechten vermögen.
Prüfen Sie, ob Sie fähig sind, diesen Widerspruch klar und frei zu äußern.
Und schließlich: Hinterfragen Sie sich selbst ebenso sehr, wie Sie es für andere tun, und Sie werden gerecht zu sich selbst sein.
Spricht Sie das an?
Sie haben es verdient, Ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Als Glückscoach begleite ich Sie auf Ihrem Weg.
Lernen Sie, sich auf sanfte Weise zu behaupten.
Lassen Sie uns einen Termin vereinbaren, um Ihre Bedürfnisse und Ziele zu besprechen.


